Radreise Tagebuch

Hängengeblieben mit Chris – Tag 22 bis 26 mit 19 Bildern

Zitat des Tages: Reisen ist das beste, ja das einzige Heilmittel gegen Kummer. Alfred de Musset
Stimmung: Nach dem Power-Workout, einem Bad im Meer und Chris Gesellschaft war der Tag heute trés bien.

Produkte in diesem Beitrag: Sony Xperia Z3 Compact (129g) | Komoot Fahrrad Navi App | Network Cell Info App | Packtowl Fleecehandtuch Deluxe (440g) | Sony A6000 Systemkamera (285g) | Pentax SMC Super Takumar 55mm f1.8 Objektiv (215g) | Sportbeutel | | Bushbox Kochinsel (816g) | Kochtopfset von Solostove (662g) | Funktionsmesser (80g)

Nachts um eins weckte mich der Motor einer Yamaha. Sie parkte gleich neben meinem Zelt. Kurz darauf folgte ein rhytmisches reinkloppen von Zeltheringen. Zum Glück benutzte er einen Gummihammer. Ich mit meiner Raviolidose, war da etwas auffälliger. Am nächsten Morgen dann lernte ich meinen neuen Nachbarn, Chris aus Schottland kennen.

Er brauchte neue Reifen samt Kette, und wollte sie morgen in Calais machen lassen. Heute hatten wir glaube ich Montag. Mein Zeitgefühl ist völlig hinüber, und da ich die letzten Blogbeiträge erst eine Woche später schreibe, weiß ich im Grunde nicht mal genau wie lange ich wo geblieben bin.

Er fuhr nochmal nach Calais und ich machte mich auf nach Nahrungssuche in das nächste Dorf. Dieses war 7 km entfernt und die Straßen dorthin sowas von hügelig. Beste Gelegenheit um die Kondition etwas aufzupimpen.

Unten angekommen war ich erstmal richtig wach. Mir war klar das der Rückweg später mindestens genauso viel Spaß bereiten würde.

Nach einer kurzen Shoppingtour pflanzte ich mich an den Strand. Dort verbrachte ich dann den ganzen Tag. Die Sonne brannte, doch Abkühlung war nur ein paar Schritte entfernt. Die Schulferien haben begonnen und der Strand war voll mit jungen Leuten.

Auf dem Rückweg schob ich das Rad regelrecht die Straßenhügel hoch. Das pumpte auch wieder mehr Blut in die dünnen Ärmchen.

Ich googelte aus Spaß mal nach „Frankreich Radreise ohne Hügel“, doch glaube ich, noch schneller die Nadel im Heuhaufen finden zu können.

Auf Dauer aber denke ich, einen Gefallen an solch einem Terrain zu finden. Das ganze hoch und runter nämlich, macht die Routen selten langweilig, im Gegensatz zu schnurgeraden, sich oft monoton anfühlenden Strecken.

Nach drei Tagen bekommt man auch die Kondition, um ein paar Minuten am Stück, im kleinen Gang den Berg hinaufzustrampeln. Das ist wie mit dem Joggen. Die ersten zwei Tage sind die Hölle, und man schafft nicht einmal zwei Kilometer. Doch danach rennt man ohne ende.

Jedenfalls, fange ich ab morgen mit dem Oberkörpertraining an, in Form von 60 Liegestützen (4x 15), direkt nach dem aufstehen.. Sonst degeneriere ich noch zum Chicken Mc Nugget. ????  In etwa so sehen die 15er Sets dann aus. Bleibt man konsequent genug, und wiederholt die Übungen jeden morgen, so kommt man der Strandfigur schon ein ganzes Stückchen näher. (Bild via Darebee.com):

Am Campingplatz angekommen, packte ich den Ofen aus und zauberte auf die schnelle ein paar Kalorienbomben. Was mir die Tage über auffiel: SUPPEN sind ein effektiver Fettkiller. Zwar bin ich dünn wie ein Spargel, doch nach meiner einwöchigen Suppentherapie, verbrannte ich doch noch etliches an Fett und der Sixpack kam langsam aus seinem Versteck heraus. Konservenfutter á la Ravioli und andere Fertigprodukte wiederum bringen meine Verdauung heftigst durcheinander und bilden eine Fettwampe. Ich empfehle euch somit: kocht mehr Suppen! Sie sind schnell gemacht, Nahrhaft und gut für die Figur.

Den nächsten Tag ging es dann, zur Abwechslung mal in einen Mega Shopping Center. Abends mit Chris gesessen, getrunken, geraucht und gelacht. ☮️

Zwischendurch baute er sein ganzes Lager wieder ab, fuhr fort nach Calais, in der Hoffnung sein Bike fertig zu bekommen, und kam dann doch mit leeren Händen zurück. Musste so lachen, da er, ich glaube 3 mal seinen riesigen 4-Mann Bunker ab und wieder aufbaute, ehe er endlich am Samstag die Reifen bekam und abdüsen konnte.

Immerhin ist er schon seit 3 Monaten auf Achse und hat stolze 15000 km Reise hinter sich. Im Grunde macht er das selbe wie ich, nur halt im Zeitraffer-Tempo. Nun muss er sich in Frankreich nach einem Job umsehen, da das Geld alle ist. Übrigens, er ist 23. 🙂

Und ehe ich mich versah, war die nächste Woche um. ????

Sie verging wie im Flug. Ich will nicht meckern, bekomme ja das was ich buche. Aber eine Woche auf dem selben Campingplatz, das ist schon skandalöz. Der Preis und die Umstände verlocken oft zu einem längeren Verbleib. Ab 31€ die Woche geht es los. Oft inkl. duschen und Wlan. Da lohnt sich das wild campen kaum noch. Außer vielleicht für den Kick.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*