Radreise Tagebuch

Das ist mal richtiger Hagel – Survival Day Nr. 37 mit 12 Bildern

Stimmung: Bombastisch. Endlich durfte ich so etwas mal Live miterleben.
Fazit des Tages: Ich hätte nicht gedacht, das ein 40€ Zelt so den Hagelschlag ohne Macken übersteht. Auf Radreise wechselt das Wetter ziemlich schnell. So lohnt des sich öfters mal auf die Unwetterkarte zu schauen.

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Da ich gestern bis 3 Uhr morgens noch Fotos der letzten Blogbeiträge zurechtstutzte, verpennte ich heute den Wecker und wachte erst putz munter gegen Mittag auf. Das gute an Ohrstöpseln ist: egal ob es draußen stürmt und donnert, man bleibt im Tiefschlaf, aber verpennt auch gerne mal den halben Tag.

Es regnete heute bis 13 Uhr. Danach kam die wunderbare Sonne wieder heraus und strahlte bis über beide Backen. 30 Grad sollte es werden. Ich warf mein Notstrom Aggregat an, machte mich frisch und eilte schnell zum Supermarkt.

Mir hat die gestrige Auberginen-Pampe sowas von gut geschmeckt, das ich mir davon noch zwei Gläser besorgte. Nach dem Essen ging es dann ab zum Strand, der nur ein paar Meter vom Campingplatz entfernt lag.

Mit Handtuch, Badehose und bester Laune im Gepäck, lief ich dann die Straße hoch. Konnte die Wellen schon förmlich riechen. Aber nicht wirklich hören..Hmm..Wohl windstill dort drüben.

So, da wäre ich. Was ist das? Ebbe oder wie? Verdammt, eine Wüste! Ich muss da wohl etwas missverstanden haben. Mein Campingplatz heißt nämlich „le Prairie“..Aber doch nur, weil es dort so schön ruhig ist, nicht?! Naja, vielleicht kommt die Flut ja nochmal wieder.

Ich schaute nach links, und sah in nicht zu weiter Ferne dicke, schwere Wolken. (Das Bild ist kurz nach dem Sturm gemacht, aber so sah es in etwa auch davor aus)

Zurück am Zelt, checke ich nochmal die Wetterapp. Deren Unwetterkarte (wetteronline) schrie ALARM. Kurze aber intensive Gewitterfront, schon in ein paar Minuten.

Na gut, Zeit genug um nochmal mein Sonnensegel zu checken, und nachzuspannen. Da zischte, wie aus dem nichts schon die erste Windböe an mir vorbei. Von null auf hundert in 3 Sekunden. Nur die alleine riss schon meiner Heringe aus dem Boden.

Ehe ich mich versah, fing die Party dann so richtig an. Ich sammelte schnell mein Zeug ein, stolperte ins Zelt, zertrat dabei meine schönen Kirschen, und wartete auf den Regen. Aber was das? Nix Regen. Dafür Hagel, und dann noch im Eierformat. Ich traute meinen Augen kaum und schnappte das Handy um gleich den Tornado aufzunehmen. Der Sturm nahm eine so heftige Dimension an, dass mein Sonnensegel wie ein Taschentuch durch die Luft flatterte.

Vor lauter Action vergaß ich auf den „Aufnahme Knopf“ zu drücken. Ich ärgere mich so darüber, denn was in den nächsten Minuten geschah, war fast wie Krieg. Der Wind mutierte zu einem Orkan, und es donnerte haufenweise Eiskugeln vom Himmel. Zwar prallte der Artillerie Beschuss an meiner Zeltdecke ab, innen drin hörte es sich aber ganz anders an.

Mir kamen die ganzen Youtube Tornado Videos hoch. Aber vor dem Bildschirm ist das ganze nur gute Unterhaltung. In Echtzeit jedoch, bekommt man schon ein wenig Panik. ????

So blitzartig die Bomben auch einschlugen, so schnell kehrte wieder Stille ein. Ganz ruhig wurde es auf einmal. Das Eis schmolz auch wieder zügig. Ich stolperte aus dem Zelt und nahm ein paar der größten Beweismittel in die Hand. Ja, sie könnten schon bleibende Schäden hinterlassen..

Ich dachte dabei nur an die armen Tiere. Aber soweit ich weiß, spüren sie Unwetter, Erdbeben oder Tsunamis voraus. Somit finden sie, meist auch rechtzeitig einen schützenden Unterschlupf.

Danach war das Wetter wie zuvor. 30 Grad im Schatten. Verrückte Welt.

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